Das Lied zum September: “September Song” von Sarah Vaughan

19 Sep

Wenn dieses Baby schrie, wusste die ganze Nachbarschaft, das konnte nur die kleine Sarah sein. Wer schon in der Wiege so lautstarke Unverwechselbarkeit erkennen läßt, der hat noch größeres im Sinn. Und so wurde aus der kleinen die große Sarah Vaughan! Eine der stimmgewaltigen Jazz-Sängerinnen des letzten Jahrhunderts.

Ähnlich außergewöhnlich ist die Karriere des „September-Songs” von Kurt Weill (Musik) und Maxwell Anderson (Text). 1938 ursprünglich für ein Musical geschrieben wurde es zum Jazzstandard. Im Lied entsprechen die Monate eines Jahres einem menschlichen Leben. Es geht um den Altersunterschied in der Liebe, um schwindende verfügbare Zeit.

Herausragend unter den vielen Jazz-Versionen ist die von Sarah Vaughan mit dem Trompeter Clifford Brown und dem Flötisten Herbie Mann von 1954. Der Charme dieser Aufnahme liegt in der musikalischen Ausbalancierung von Stimmungsschwankungen zwischen erwartungsvoll hochfliegend und nachdenklich sehnsuchtsvoll.

gp

Bisherige Beiträge in dieser Reihe

“Nairobi Heat” in der Zentralbibliothek

18 Sep

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Eine heiße Spur führt nach Nairobi


»If you’re weary of the glut of Scandinavian crime fiction, take a trip to Kenya’s teeming capital city.« The New York Post

»Nairobi Heat« – der aktuelle Titel des kenianischen Autors Mukoma wa Ngugi wurde im Frühjahr 2014 mehrfach von der Jury der KrimiZEIT unter die zehn besten Krimis des Monats gewählt. Mit der Journalistin und Afrika-Expertin Antje Deistler spricht der gebürtige US-Amerikaner über die zwei gegensätzlichen Länder, die er beide Heimat nennt.

In einem Vorort von Madison / Wisconsin wird eine blonde Frau auf der Veranda des Hauses eines kenianischen Professors tot aufgefunden. Detective Ishmael ermittelt und reist aus den vertrauten Strukturen Wisconsins nach Nairobi, um den Mord aufzuklären. Dort lernt er mehr über Identität, Gewalt, Korruption und Gewissenlosigkeit, als ihm lieb ist…

Moderation: Antje Deistler
Deutscher Text: Josef Tratnik

Mukoma wa Ngugi ­ »Nairobi Heat« (Transit)

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kölner Krimifestival “crime cologne” und der Buchhandlung Klaus Bittner.

Donnerstag,  25.09.2014
20.00 Uhr

Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Köln
Josef-Haubrich-Hof 1
50676 Köln

Sprache: deutsch / englisch
Einlass ab 19.30 Uhr, freie Platzwahl
VVK 9,90 € / AK 11,90 €

Hier das komplette Festival-Programm.

Skylandersturnier bei Games4Kalk

10 Sep

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Am Samstag waren die Skylanders in der Stadtteilbibliothek Kalk zum zweiten Mal zu Gast. Rund 10 Kinder versammelten sich, um auf Xbox One und PS4 herauszufinden, wer von Ihnen der beste Kämpfer ist.

Bei den Skylanders Spielen werden echte Figuren auf eine Plattform gesetzt und so ins Spiel teleportiert. Die Figuren erwachen zum Leben.

 

Während der knapp vier Stunden wurde viel gelacht, gefachsimpelt, aber auch verbissen um den Sieg gekämpft.

Die drei besten Spieler wurden mit Urkunden und Sachpreisen wie einer Skylander-Figur und T-Shirts belohnt.

 

Kr / Is

Ausstellung: Afrikas Einheit aus Sicht afrikanischer KarikaturistInnen

4 Sep

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Trugbild oder Chance?

So lautet der Titel eine Ausstellung die vom

16. September bis zum 25. Oktober

auf der 3. Etage der Zentralbibliothek zu sehen sein wird.

Am 25. Mai 2013 feierte die Afrikanische Union (AU) das 50-jährige Bestehen ihres Staatenbundes. Aus diesem Anlass schrieb das Dritte Welt Journalisten Netz e. V. (DWJN) einen Wettbewerb für afrikanische KarikaturistInnen aus.

Themenstellung: „Afrikanische Einheit – Trugbild und Täuschung oder Notwendigkeit und Chance“. 68 KünstlerInnen aus 20 afrikanischen Ländern reichten Zeichnungen ein, und Cartoonisten aus Südafrika (Dr. Jack & Curtis), Kenia (Victor Ndula) und Tansania (Samuel Mwamkinga) wurden als Preisträger ausgezeichnet.

Eine Auswahl der besten Arbeiten tourt seitdem als Ausstellung durch verschiedene Länder. Die darin gezeigten Karikaturen erinnern an die Vision des Panafrikanismus, die nach der Unabhängigkeit von Politikern wie Kwame Nkrumah in Ghana und Patrice Lumumba im Kongo vertreten wurde. Und sie kommentieren mal witzig-ironisch, mal bitter-sarkastisch, wie diese durch die Realpolitik seitdem verraten wurde. Trotzdem stehen die Cartoons auch für die Hoffnung, dass die Afrikanische Einheit irgendwann doch noch verwirklicht und die Lebensbedingungen für die Menschen auf dem Kontinent dadurch verbessert werden könnten. Die Ausstellung bietet damit seltene Einblicke in die vielfältige politische Diskussionskultur Afrikas.

Die Ausstellung in der Zentralbibliothek ist Teil des Film-Festivals “Jenseits von Europa”, in dem “Neue Filme aus Afrika” gezeigt werden.

Das komplette Programm kann hier eingesehen werden.

Das Rahmenprogram zur Ausstellungseröffnung findet sich auf den Seiten 80 – 81.

 

Afrika in der Zentralbibliothek

2 Sep

Die kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen unseres Nachbar-Kontinents: Ausstellung, Vortrag, Kurzfilm, Konzert und Autoren-Lesung – alles ist vertreten!

Hier schon mal die Termine:

Dienstag, 16. September, 20 Uhr:

  • Ausstellungseröffnung: “Trugbild oder Chance?” Afrikas Einheit aus Sicht afrikanischer KarikaturistInnen.
  • Vortrag: “Panafrikanismus reloaded!” Geschichte und Gegenwart der Afrikanischen Einheit  von Uche Akpulu (Nigeria/Arbeitskreis Panafrikanismus München e. V.)
  • Film: A TRIBUTE TO UNITY, Regie: Joseph Akwasi Akiwumi; Ghana 2014; OF m. engl. UT; DVD; 4 min.
  • Musik: Aly Keita live am Balafon.

            Eintritt frei

Donnerstag, 25. September, 20 Uhr:

  • Autoren-Lesung: Mukoma wa Ngugi liest aus seinem aktuellen Roman „Nairobi Heat”. VVK 9,90 € / AK 11,90 €

16. September bis 25. Oktober:

  • Ausstellung, 3. Etage: “Trugbild oder Chance?” Afrikas Einheit aus Sicht afrikanischer KarikaturistInnen. Eintritt frei

Weitere Infos folgen.

gp

Die neue Bibliothekarin: Ganz schön… schlau!

29 Aug

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„Wo arbeitest Du? Was machst Du?”

„Ich bin Bibliothekarin. Sieht man das nicht?”

Ich lege den Kopf zurück und denke, ja, eine sexy Bibliothekarin.*

Wann wurde eigentlich aus der grauen Maus die sexy Wissensmanagerin? Schon seit einigen Jahren beobachten wir mit Erstaunen, wie sich das Bild der Bibliothekarin in Film, Literatur und Internet von einem Extrem ins andere fällt.

Aktuell veranschaulicht uns das der amerikanische Autor Gregory Sherl in seinem Liebesroman „Ab morgen ein Leben lang” (2014). Die fahrradfahrende Bibliothekarin Evelyn Shriner begibt sich darin auf die Suche nach Mr. Right. Und sie findet ihn (auf einem langen Weg durch fast 400 Seiten) in der obskuren Praxis eines Futurologen, wo sie mit einer nicht weniger abstrusen Maschine in ihre Zukunft schauen kann.

Abgeschwächt zukunftsorientiert geht auf den Seiten zu, die sich mit Evelyns us-amerikanischen Berufsalltag beschäftigen. Wir lesen, dass der Umgang mit Obdachlosen in der Bibliothek ein Problem ist? Oder das Evelyn nach Feierabend noch ehrenamtlich Bücher für Blinde auf einem Digitalrekorder einliest. Und wir erfahren, dass Computer und Scanner sowie Titel wie „Fifty Shades of Grey” in die Bibliothek eingezogen sind.

Das Bibliotheksweltbild der Protagonistin (und damit das des Autors) bleibt jedoch ein nostalgisches. Bei ihr hat „jedes Buch einen Herzschlag” und ihre Liebeserklärung ist dem „Geruch der Bücher und Staubteilchen” sowie den Regalen und der Ordnung gewidmet. Zudem trauert ihr Chef Zeiten nach, in denen „Bibliotheken noch heilige Stätten waren“.

Empfehlung an alle gutaussehenden Frauen mit dem Berufswunsch „Bibliothekarin”: Es geht bei uns nicht „heilig” zu, wir schnüffeln auch nicht an Büchern, aber unsere Herzen schlagen höher, wenn es um kreative Aktivität geht, von der man früher noch nicht mal geträumt hat.

gp

PS: In diesem Zusammenhang weisen wir gerne immer auf diesen Link hin.

* Zitat aus dem Buch.

Premiere: Stadtbibliothek Köln präsentiert “Lieblingsbücher”

28 Aug

Voilà!

Vorhang auf für unser jüngstes Projekt: Bücherfans stellen ihr Lieblingsbuch vor. Den Eisbrecher machte Elias, 10 Jahr alt, mit seinem Favoriten “In die Wildnis” von Erin Hunter aus der Reihe “Warrior Cats” .

»Ein packendes Epos aus einer Welt, in der die netten Vierbeiner noch richtige Raubtiere sind. Fantasy vom Feinsten.« schrieb Der Spiegel über das Buch. Und wir hören hier, warum Elias es toll findet.

Wer gerne auch sein Lieblingsbuch bei uns vorstellen möchte, kann sich per E-Mail mit uns in Verbindung setzen.

twitter@stbib-koeln.de

gp

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