Archiv | Januar, 2011

“Stolpersteine” im Gespräch

31 Jan

Klaus Böldl: Der nächtliche Lehrer

30 Jan

“Dass diese eigenartige, ganz und gar in sich gekehrte Gestalt einmal ein allseits beliebter, von vielen Schülerinnen angehimmelter Lehrer für Kunst und Religion gewesen ist, dass er kurz davor stand, ein Familienvater wie die anderen zu werden, wissen die meisten gar nicht mehr. Sie kennen ihn nur als den dunkel angezogenen wunderlichen Mann, den man an der Uferpromenade oder auf dem Friedhof trifft, oder auf dem Lehrerparkplatz des Gymnasiums, wo er sonntags manchmal stundenlang auf und ab geht und sich immer wieder umsieht, als suche er etwas.”

Klaus Böldl erzählt die Geschichte des Kunstlehrers Lennart, der aus der Hauptstadt Schwedens in die Provinz geht.Wir begleiten diesen manchmal etwas eigenartigen , introvertierten und stillen Menschen fast ein halbes Leben.

Eine melancholische Geschichte über einen Eigenbrötler.

Böldl vermittelt in aller Stille ein nachdenklich stimmendes Buch. 

 

lab

1 Jahr Juniorfirma Bocklemünd !

29 Jan

Heute vor einem Jahr ging die Stadtteilbibliothek Bocklemünd als Juniorfirma an den Start.

Konzept “Juniorfirma” bedeutet: Auszubildende der Stadtbibliothek Köln übernehmen Leitung und alle anfallenden Arbeiten.

Die Auszubildenden sollen dabei neue Erfahrungen sammeln und selbständig Veranstaltungen planen, Werbung machen und Kunden betreuen.

Im ersten Jahr hat sich viel getan. Folgende Veranstaltungen haben wir organisiert und waren sehr erfreut über die vielen Teilnehmer:

- Vorlesen (Lesewelten)

- Klassenführungen

- Ran ans Lesen

- Spanische Kinder- und Jugendbuchwochen

- Ausstellung Sport in Köln

- “Wii gut bist du?”

- Märchen aus aller Welt

- Lesenacht “Krmi”

- “Schöne Bescherung”

Wir stehen in Kontakt mit den örtlichen Kindergärten, Schulen, Jugendtreffs und Altersheimen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Die Bewährungsprobe ist vorbei und der Stein gerät so langsam ins Rollen.

Auf die nächsten Jahre!

Wir – die Auszubildenden -

EK

Ich lese gerade…

28 Jan

Don Winslow, Tage der Toten

 

 

Copyright: Nikolaus Heidelbach

Klaus Bittner

 

Was für ein Krimi! 2 lange Nächte, fast 700 Seiten, rote Augen, ununterbrochen gelesen. Ärgerlich eine Schlaf- und Arbeitsphase eingeschoben. Weitergelesen bis zum Ende.

Art Keller, US-Drogenfahnder, braucht zähe Jahre, um in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen, und um sich das Vertrauen einiger Bosse zu erkaufen. Von nun an arbeitet er – trotz seiner Erfolge – gegen die Widerstände seiner Behörde, ständig Gefahr laufend, aufzufliegen und draufzugehen. Seine Ehe scheitert, sein Privatleben geht vor die Hunde, doch er ist besessen davon, diesen Sumpf auszurotten. Erst recht, nachdem einer seiner Mitarbeiter brutal ermordet wird. Keller schwört Rache und wird immer perfider in der Wahl seiner Mittel. Damit macht er sich nur noch mehr Feinde in wichtigen Kreisen der USA (Iran-Contra Affäre), während nicht nur die Drogenbarone immer mächtiger, reicher und skrupelloser werden.

„Winslow ist einfach der Hammer“, schreibt James Ellroy, und was für ein Hammer. Mit Tage der Toten liefert er einen unglaublich spannenden, intelligenten Politthriller ab, der seinesgleichen sucht und zu Recht gerade als bester ausländischer Krimi 2010 ausgezeichnet worden ist. Ein absolutes Muss für jeden Krimileser.

Klaus Bittner

Don Winslows ‘Tage der Toten’ finden Sie bei uns unter der Signatur U *Krimi/Thriller* Winslow, Don

Depardieu geht in die Bibliothek!

27 Jan


blaue,

rote,

lustige,

spannende,

dicke,

dünne,

besinnliche,

große,

kleine,

alte,

neue,

gelbe,

schwere,

hilfreiche,

leichte

… Bücher…

alle findet Gérard bei uns:

in der StadtBibliothek Köln!

Roe

Wenn es in Porz am Tage düster wird…

27 Jan

…dann ist es Zeit für die Vorlesestunde mit Frau Schirmer in der Stadtteilbibliothek Porz!

Das heißt dann

Bücher-Kino!

Große und auch Kleine Leute ab 4 Jahren sind herzlich dazu eingeladen, an der bunten Runde teilzunehmen. Damit auch wirklich jeder mitfiebert, gibt es jetzt zusätzlich ein großes Bilder-Kino, auf dem auch alles gesehen und gefunden werden kann.

In einer gemütlichen Runde begeben wir uns auf eine interaktive Reise durch die verschiedensten Bilder-Geschichten!
Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung.
Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch!
Kommen Sie doch vorbei!

 

Der nächste Termin findet am Donnerstag, den 17.02.2011 um 15.00 Uhr statt.
Unser Buch heisst: “Mamas neuer Freund“.

 

 

Impressionen der letzten Veranstaltung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Porzer Stadtteilbibliothek

Im Wohnzimmer des Bücher-Nerds

26 Jan

Super Einrichtungsideen finden sich ja für jeden auch nur denkbaren Stil in zig Einrichtungs- und Designbildbänden. Von Pariser Interieurs zu Strandhäusern, die vom Boden bis zur Decke mit Strandgut übersät sind. Doch auch für Unsereins, die Belesenen oder wenigstens Sammler von möglichen Lektüren der Zukunft, gibt es Vorbilder.

Mein persönlicher Favorit:

Karl Lagerfelds Leserefugium. Hier muss man nichtmal den Kopf schieflegen, um die Titel zu entziffern.

Für die kleinere Bibliothek – oder für Faule, die nur den Arm ausstrecken wollen – ganz heiß:

Der Bibliochaise, gefunden bei http://bibliothekarisch.de

...oder der Bookinist für 1998 Euro (vielleicht lieber noch paar Bücher kaufen...)

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Wer davon vorerst nur träumen kann oder will, der blättere doch in folgenden Büchern. Diese kann er ganz kostenfrei bei uns ausleihen und währenddessen auf die 1998 Euro sparen:

Mehrsprachigkeit: ein brandaktuelles Thema!

25 Jan

Unter dem Thema “Sprache ist Macht” lädt die StadtBibliothek zu einer spannenden Podiumsdiskussion ein.

Termin: Donnerstag, 27. Januar 2011, 20 Uhr, Zentralbibliothek am Neumarkt, Eintritt frei.

Hintergrundinformationen zu den Teilnehmern:

Renan Demirkan:

Werke im Bestand der StadtBiblothek:

  • Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker. Roman, 1991.
  • Die Frau mit Bart. Erzählung, 1994.
  • Es wird Diamanten regnen vom Himmel. Roman, 1999
  • Über Liebe, Götter und Rasenmähn. Geschichten und Gedichte, 2003.
  • Septembertee. Autobiographie, 2008.
  •  

    Auf CD:

    Ich bin so gierig nach Leben : Hörspiel / Brigitte Reimann. U.a. mit Renan Demirkan. Berlin, 2004

    Gesteuertes Spiel : Hörspiel/ Raymond Chandler. U.a. mit Renan Demirkan. Berlin,  2004.

    Interviews zum Thema Sprache: Nets-News, General-Anzeiger, planetlife.tv.

    Franz Legewie:

    Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Vereins Köln e.V. und Schulleiter an der GGS An St. Theresia Köln.

    Prof. Dr. Claudia Maria Riehl:

    Stellvertrende Vorsitzende des Zentrums “Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit”, Leiterin von Forschungsprojekten zur Förderung von Mehrsprachigkeit bei Migrantenkindern.

    Im Bestand der StadtBibliothek:

    Claudia Maria Riehl: Sprachkontaktforschung : eine Einführung, 2. Aufl. Tübingen: 2009.

    Weitere Publikationen.

    Murat Vural:

    Gründer des interkulturellen “IBFS Chancenwerke e.V.”, Mitbegründer des “Social Lab Köln”

    gp

    İki dil ile büyümek / Mit zwei Sprachen groß werden

    24 Jan

    Projekt Mehrsprachige Leseförderung

    Peter Körner und Figen Canatalay

    Peter Körner und Figen Canatalay

    Bei der anschließenden Bewirtung gab es türkischen Tee und deutschen Kaffee und Gebäck beider Länder und viel Lob für die Lesung. Eingeladen hatte das Projekt “Mehrsprachige Leseförderung” der StadtBibliothek. Gekommen waren 60 Kinder  und Eltern von Grundschulen und KiTas aus Köln-Mülheim und Umgebung. Im Mittelpunkt stand (es war Dezember) der “Demreli Nikolaus – Nikolaus von Myra” ein Kinderbuch von İmdat Ulusoy. Es lasen Figen Canatalay vom Arkadaş Theater und Peter Körner vom Spielball Theater. Aufmersam lauschten Groß und Klein und stellten anschließend viele Fragen.

    Fast 50 Prozent Kinder und Jugendlichen in Köln wachsen mit mehr als einer Sprache auf. Es ist erwiesen, dass Kinder schneller deutsch lernen, wenn sie ihre Muttersprache altersgemäß beherrschen. Sie dabei zu begleiten ist Ziel des Projektes. Hauptsächlich in Nippes und Mülheim arbeiten Stadtteilbibliotheken und ausgewählte Grundschulen zusammen. Ziel ist die Bedeutung des Vorlesens in zwei Sprachen zu stärken. Hand in Hand mit dem Ausbau zweisprachiger Buchbestände und Veranstaltungsangeboten.

    Projektleiterin Waltraud Reeder von der StadtBibliothek:

    “Vorlesen ist aktive Sprach- und Leseförderung, die beiden Seiten Spaß macht. Wenn man dabei noch eine zweite Sprache vermitteln kann, ist das ein Geschenk und eine Chance für das Kind.”


    Waltraud Reeder

    Waltraud Reeder

     Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Gabriele Ceseroğlu. Sie ist auch  zuständig für die Eltern- und Veranstaltungsarbeit und meint:

    “Die natürliche Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte stellt eine wichtige Ressource für die Gesellschaft dar, die es zu nutzen gilt.”

    Gabriele Ceseroğlu

    Gabriele Ceseroğlu

    Nächste Veranstaltung des Projektes “Mehrsprachige Leseförderung der StadtBibliothek Köln”:

    “Sprache ist Macht – Was bedeutet Mehrsprachigkeit und wie fördern wir sie?”

    Donnerstag, 27. Januar 2011, 20 Uhr, Eintritt frei.

    Was können Bildungssysteme wie Kindergärten, Schulen, aber auch Bibliotheken tun, um Eltern und Kinder sinnvoll bei der Erziehung zur Mehrsprachigkeit zu unterstützen?

    Renan Demirkan, vielfach ausgezeichnete Schauspielerin und Autorin, nimmt als Gesprächspartnerin teil und liest aus ihren Werken.

    Franz Legewie übernimmt die Moderation. Er ist Schulleiter an der GGS An Sankt Theresia in Köln-Buchheim und Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Vereins Köln.

    Claudia Maria Riehl ist stellvertretende Vorsitzende des Zentrums “Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit” und leitet Forschungsprojekte zur Förderung von Mehrsprachigkeit bei Kindern mit Migrationshintergrund.

    Murat Vural, Gründer des interkulturellen IBFS Chancenwerk e. V. und Mitbegründer des “Social Lab Köln” wurde im Dezember 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

    gp

    Wunschbaum

    24 Jan

     

    Wunschbaum in der Zentralbibliothek am Neumarkt

    Auch im vergangenen Jahr funkelte der Weihnachtsbaum in der Zentralbibliothek am Neumarkt wieder in voller Pracht. Jedoch zierten die stolze Tanne nicht nur Weihnachtskugeln und Lichter, sondern auch viele Wunschzettel.

    Während der Vorweihnachtszeit hatten die Besucher der Stadtbibliothek die Möglichkeit, ihre Wünsche an uns zu richten. Und so hingen die Zweige schwer mit insgesamt 342 Wünschen und Träumen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Allein 161 Wünsche gingen an das Christkind. Die naheliegendsten Wünsche waren natürlich: „Ein frohes Fest für alle Menschen…“ oder speziell für die Liebsten um uns herum. Die Wünschenden blickten für das Jahr 2011 hoffnungsvoll auf ein erfolgreiches Jahr, ob privat oder beruflich. Um das Jahr in all seinen Facetten genießen zu können, hatte der Wunsch nach „Gesundheit“ besondere Priorität.

    Selbstverständlich gab es auch materielle Wünsche, doch Handys, Haustiere und Lego liegen leider nicht in unserem Rahmen der Möglichkeiten. Wir hoffen jedoch, dass das gewünschte Päckchen bei der Bescherung dabei war.

    Ein gutes Buch oder Veränderungen in der Stadtbibliothek gingen dagegen an die richtige Adresse. Auf der Wunschliste standen zum Beispiel ein Kinoraum, mehr Internet-PCs, keine Ausleihgebühren, ein ausgeweitetes Onlineangebot und vieles mehr.

    Jeder Wunsch wurde gesichtet und mancher wurde oder wird in der nächsten Zeit vielleicht erfüllt werden. Selbst fremdsprachige Wünsche waren mit dabei, wie z.B. japanisch und russisch, die von unseren Mitarbeitern übersetzt wurden.


    Aber bei einem könnt Ihr sicher sein! „Macht Euch auf etwas gefasst!“

    Denn auch 2011 wird sich wieder einiges verändern. So wird der Lesesaal der Zentralbibliothek zu einer Leselounge und die Kinderbibliothek präsentiert sich bald in ganz neuem Look. Und wer weiß was Euch noch erwartet?

    Wir sind zusammen mit Euch gespannt und bedanken uns bei den zahlenreichen „Schreiberlingen“ für Eure Wünsche, Anregungen und Euer Lob. Aber auch ein Dank an die, die uns mit ihren Karten ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert haben.

    TR

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