Archiv | Juni, 2011

Bitte nicht nachahmen!

30 Jun

Woran mag das erinnern?

Den Verspielten: an den letzten Besuch im Freizeitbad

Den Frankophilen: an einen viel zu runden Eiffelturm

Den Bibelfesten: an das Kapitel in Babel

Den Bibliothekar: an die Bibliothek…

…WAS? Nicht weil wir jede Minute an unseren Arbeitgeber denken, nein! Wer hier genauer das Bild betrachtet, sieht: Das sind alles Bücher! Quasi die Zentralbibliothek mit ihren 4 Obergeschossen als Installation.

Nur hören Sie in unserem Treppenhaus nicht pausenlos das Wort “Buch” in zig Sprachen, was Ihnen vor einigen Wochen in Buenos Aires, in dem dieses Kunstwerk bis Ende Mai stand, per Audiodauerschleife in die Ohren gedrungen wäre. Besteigen ließ sich dieses Bücherbabel wie ein Treppenhaus, wobei man jeweils eines der Bücher als Souvenir mit nach Hause nehmen durfte. Und gespendet wurden die Bücher von Bibliotheken, Privatpersonen und 50 verschiedenen Botschaften weltweit, entworfen von der argentinischen Konzeptkünstlerin Marta Minujin. Aber warum Buenos Aires? Die Stadt ist für dieses Jahr von der UNESCO zur Welthauptstadt des Buches ernannt worden.

Und warum sollen Sie das nun nicht nachahmen?

Tun Sie das gern – aber bitte nicht in unseren Räumlichkeiten 8)

(via Etsys Deutscher Blog)

(mks)

Manchmal sagt ein Bild mehr als 1000 Bücher…

29 Jun

… und manchmal sieht man es erst, nachdem man 1000 gelesen hat.

gp

Das Original soll von Mr. Bookman aus Rumänien stammen.

“Vielleicht wäre “The Beach” nie gedreht worden, hätte nicht Roger Moore den Weg freigeschossen…”

29 Jun

Wenn Sie dieses Thema interessiert, dann schauen Sie doch mal in die letzte Wochenendausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers (Magazin). Jede Menge Filmbeschreibungen und Lust auf ein Paradies. Die Regisseure lieben die Strände Thailands und wenn der Film erst mal in den Kinos war, dann suchen Touristen die Drehorte auf…..

 

 

Lady Gaga: “Ich bin eine Bibliothekarin!”

28 Jun

Diese Selbsternennung steht in der aktuellen Ausgabe von „V Magazine“. In ihrer ersten Kolumne schreibt die 25jährige New Yorkerin:

 ”Glam culture is ultimately rooted in obsession, and those of us who are truly devoted and loyal to the lifestyle of glamour are masters of its history. Or, to put it more elegantly, we are librarians.”

 Ihre berufliche Qualifikation begründet sie mit ihrem  Wissen über Design, Malerei, Kunst und Musik. Verinnerlicht hat sie den umfangreichen Stoff ihrer Out-Fit-Bibliothek durch jahrelanges studieren und analysieren. Gaga: “Raus mit den Bibliotheksausweisen, dies ist eine Lesung!” heißt es im Text, „oder sind sie abgelaufen?”

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Bibliothekarin Mandi Kaye führt fünf Gründe ins Feld, warum Gaga gar keine Bibliothekarin sein kann, z.B. Nr. 5: „Bibliothekarinnen interessieren sich überhaupt nicht für Mode”.

Dies wiederum ist auch nicht ganz richtig, läuft doch in den USA gerade die Suche nach „America’s most glamourous librarian“.

Die bibliothekarisch-musikalische Antwort auf  Lady Gaga wurde schon letztes Jahr gegeben.

gp

Alle Muggles wegschauen !

28 Jun

Geocoinfest 2011 in Köln

  Das 1. Mal überhaupt in Europa 

Ein Mega-Event für alle Geocacher, nichts für Muggles , vom 26. bis 28. August!

Kann uns jemand verraten, wie wir einen solchen Geocoin auf die Reise schicken können?

2 Geocaches verstecken sich schon bei uns in der Zentralbibliothek, aber einen eigenen haben wir noch nicht kreiert.

Eda

Chinas Weg zum Erfolg: Alles begann in einer Bibliothek

27 Jun

 

Wenn man es überspitzen möchte, könnte man es tatsächlich so sehen. 

Alles begann 1918. Der 25jährige Mao Zedong kommt aus der zentralchinesischen Provinz Hunan nach Peking. Durch Vermittlung seines Lehrers bekommt er einen Job als Bibliothekshelfer an der Universität. Dort liest er zum ersten Mal Marx und Lenin. Der Bibliotheksleiter Li Dazhao hat Politökonomie und die russischen Revolution studiert. Er wirkt maßgeblich auf Mao ein…

Alles weitere steht in dicken Geschichtsbüchern (z.B.auf der 1. Etage der Zentralbibliothek).

Heute ist die “sozialistische Marktwirtschaft” China hinter den USA die Nr. 2 in der Weltwirtschaft. Das kann jeder im Privathaushalt überprüfen, wenn er sich auf die Suche nach Produkten chinesischer Herkunft begibt. Auch in Bibliotheken finden sich immer mehr Bücher „Made in China”, etwa bei den Pappbilderbüchern für die Kleinsten.

Zum 90. Geburtstag der Gründung der kommunistischen Partei erscheint jetzt ein Kino-Film, der auf die Anfangsjahre eingeht: „The Founding of a Party“. Im Ausland soll er unter dem Titel „Beginning of the Great Revival” laufen. Schauspieler Liu Ye spielt den jungen Bibliotheksangestellten Mao, der in der Bibliothek nicht nur Marx sondern auch seine erste Liebe Yang Kaihui (Li Qin) kennenlernt. In einer Sylvesternacht muss Mao die Nachtschicht (!) übernehmen und sie begleitet ihn. Als das Feuerwerk beginnt, laufen beide hinaus. Er hebt Yang auf seine Schultern, damit sie es besser sehen kann. Diese herzwärmende Szene vor der Bibliothek findet sich am Min./Sek. 59:58 auf der DVD-Version. 

 Hauptsponsor des Streifens ist by-the-way die Firma „Cadillac“, eine Tochter von General Motors.

 gp

Herman Koch: Angerichtet

27 Jun

“Angerichtet” im wahrsten Sinne:

Zwei Brüder treffen sich in einem Szenerestaurant. Minutiös wird nun das Dinner beschrieben, daneben tauchen jedoch die Abgründe des Lebens auf: Lebenslügen, pervertierte Moralvorstellungen und so einiges mehr.

Eine Tragikomödie, die ein Familiendrama beschreibt und die Frage aufwirft, inwieweit dehnbar der Begriff Moral sein kann. Ein Pageturner, irgendwie auch ein Psychothriller, der uns nachhaltig berührt.

100 % ige Weiterempfehlung meinerseits.

Apropos, diesen Titel besprechen wir auch in unserem Literaturkreis am Freitag, 1.7. 2011,  ab 10.00 Uhr in der Stadtteilbibliothek Neubrück, An St. Adelheid 2-8.

Sie sind herzlich willkommen!

(lab)

Ausgeliehenes Buch kam nach 122 Jahren zurück

24 Jun

Der Stempel in der Erstausgabe ließ keinen Zweifel. Das Buch war vor 122 Jahren am 30. Januar 1889 ausgeliehen worden. Als man seinen Weg zurück verfolgte, rekonstruierte man gerade die  letzten 50 Jahre. So lange hatte es sich unbemerkt in einer privaten Sammlung versteckt. Als der Besitzer umzog, spendete er es zusammen mit anderen Büchern der örtlichen Universität. Die wiederum gab den Schatz – eine Erstausgabe von Darwin’s “Insectivorous plants” – zurück an die besitzenden Camden-Bibliothek in Sydney.

Die Mitarbeiter sahen den Stempel und waren begeistert, dass das Buch nach einer langen, vermutlich höchst interessanten Reise wieder auftauchte. Die Versäumnisgebühr wurde mit ungefähr $35.000 geschätzt. Jedweder Versuch das Geld einzutreiben unterbleibt aber. Nicht zuletzt, weil es passgenau im „Gebühren-Amnestie-Monat” eintraf, in dem von säumigen Entleihern lediglich eine Spende für soziale Zwecke erbeten wird. Das Darwin-Buch bleibt für die nächsten 122 Jahre erstmal nicht entleihbar.

(via macarthur-chronicle-camden)

gp

Die „Bibliotheks-Checker“ – Teil 3

24 Jun

Die Schüler der Internationalen Förderklasse am Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg haben sich auf eine Entdeckungsreise in die Kölner Stadtbibliothek begeben.
In der Reihe Die Bibliotheks-Checker“ haben wir die Jugendlichen auf ihrer Tour durch die Bibliothek begleitet.

Hören Sie rein – jeweils Freitags im Juni.

Was Sie beachten sollten, wenn Sie einen Job bei der Stadtbibliothek bekommen möchten!

23 Jun

Hier per Klick zum Video!

 

Mit dem Gespür der Medienprofis pickten sich Erik Boekesteijn und Jaap van de Geer die Rosinen aus dem Aktions- und Informationsangebot des Berliner Bibliothekartages heraus.

Als da waren Mace Ojala und Jukka Pennanen, die radelnden Botschafter einer neuen Konferenz-Kultur (“Cycling for libraries”) und die Leiterin der Stadtbibliothek Köln, Dr. Hannelore Vogt, die über social media, gaming, Politiker, IFLA und anderes Interessantes berichtete.

Diese Mischung aus echtem wie virtuellem Leben und Lernen quer durch die interviewten Köpfe machte diese Ausgabe von “This week in libraries” höchst elektrisch. “TWIL”, die erste weltweite Internet-Show über Bibliotheken kommt (wundert sich jemand) aus den Niederlanden. Wöchentlich halten Erik und Jaap den globalen und lokalen Trendsettern ihr Mikrofon vor die Nase und fragen mit Charme und Witz nach der Gegenwart und Zukunft von Bibliotheken. Ihr Studio steht in der Openbare Bibliotheek Amsterdam, von der sie gesponsert werden. Aber wenn es irgendwo brennt, so wie in Berlin, sind sie auch vor Ort aktiv.

Hier also die 40 Minuten, die es in sich haben. Was vergessen? Ach, ja! Der kecke Jaap mischte sich in das Gespräch zwischen Erik und unserer Direktorin mit der Frage ein: Wie er denn – bei einer Bewerbung um einen Job – ihre Aufmerksamkeit erregen könnte?

PS: Auch bei zwei weiteren TWIL-Beiträgen rückten Kolleginnen der Stadtbibliothek ins Bild: im Interview Cordula Nötzelmann und als Übersetzerin Babett Hartmann.

(gp)

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