* 3. Mai 1934 in Alexandria – † 23. Mai 2013 in Nizza
Sänger, Komponist und Lyriker
“Nous avons toute la vie pour nous amuser.
Nous avons toute la mort pour nous reposer.”
(La Philosophie)
gp
* 3. Mai 1934 in Alexandria – † 23. Mai 2013 in Nizza
Sänger, Komponist und Lyriker
“Nous avons toute la vie pour nous amuser.
Nous avons toute la mort pour nous reposer.”
(La Philosophie)
gp
Heute hat sich Cordula Nötzelmann Richtung USA verabschiedet. Drei Wochen wird sie in der Public Library Indianapolis hospitieren. Als Weiterlesen
Zum Beginn der Kirschblüte im Josef-Haubrich-Hof krönten wir heute die Kirschblütenprinzessin der Stadtbibliothek Köln. Sie trägt den wunderschönen Namen Lucia. Dieser stammt von dem lateinischen Wort „Lux” (Licht) ab und bedeutet die „Leuchtende”.
Und am bisher schönsten Blütentag vor unserer Tür trafen wir Lucia unter den Zweigen, als sie gerade mit dem Fahrrad zur Zentralbibliothek kam. Prompt wurde sie gekrönt und trat damit ihre einjährige Amtszeit als Kirschblütenprinzessin Lucia I. an. Ihres Zeichens gleichzeitig die erste Prinzessin überhaupt, die von der Stadtbibliothek auf den Blütenthron gesetzt wurde.
Zur Einführung in die Regentschaft erhielt sie standesgemäße Präsente. Eigens für sie wurden japanische Köstlichkeiten (Tee, Sake, Kekse) besorgt, sowie japanische Porzellangefäße (aus denen der Reiswein serviert wird), Origami und ein in Japan spielender Roman.
Natürlich ist Lucia I. ein großer Fan unserer Blüte und sie erwies sich (s. Bilder) als perfekte Botschafterin des Frühlings.
gp
Letzten Oktober wurde Ranga Yogeshwar in der Kölner Zentralbibliothek mit der Karl-Preusker-Medaille geehrt. Die Auszeichnung erinnert an den Beamten aus Sachsen, der in Großenhain 1828 die erste öffentliche Bibliothek Deutschlands begründete. Auf dieses Ereignis bezieht sich seit 1995 auch der „Tag der Bibliotheken“.
Die vielschichtige Persönlichkeit dieses Bibliothekspioniers beleuchtet das Buch: „Karl Benjamin Preusker. Archäologe – Reformer – Netzwerker“ (Sax-Verlag 2011), das die Städte Großenhain und Löbau sowie das Landesamt für Archäologie Sachsen gemeinsam herausgegeben haben. 17 Wissenschaftler befassen sich darin mit dem Leben und Wirken Preuskers.
Der Beitrag von Felicitas Marwinski behandelt die 185jährige Geschichte der Großenhainer Bibliothek. Preuskers Idee von einer „wahren Bürgerbibliothek“ fand großen Zuspruch, weil er „die Bedeutung der berufs- und praxisbegleitenden Fachliteratur erkannte“. Für ihn waren „Bibliotheken untrennbar mit dem Schul- und Bildungswesen verbunden.“ Mit seiner Bibliothekspraxis und -theorie löste Preusker eine Gründungswelle von öffentlichen Bibliotheken in Deutschland aus. Heute ist die Großenhainer Bücherei längst im Internet-Zeitalter ankommen. In ihr verbinden sich Moderne und Museales in einem denkmalgeschützten Gebäudekomplex.
67 Jahre sollte es dauern, bis die erste Frau in Deutschland hauptberuflich in einer Bibliothek arbeitete. 1895 beginnt Bona Peiser mit ihrer Tätigkeit gleich in zwei Bibliotheken. Zur Hälfte in der „Ersten öffentlichen Lesehalle zu Berlin“, zur anderen in der „Bibliothek des Kaufmännischen und gewerblichen Hilfsvereins für weibliche Angestellte“.
Diplom-Bibliothekarin Frauke Mahrt-Thomsen aus Berlin hat sich akribisch auf die Suche nach den verschütteten Spuren der Pionierin begeben und in Sisyphos-Arbeit ihr Leben rekonstruiert. Ihre Biographie „Bona Peiser. Die erste deutsche Bibliothekarin“ (BibSpider 2013) rückt die „Wegbereiterin der Bücher- und Lesehallen-Bewegung“ sowie „die Frauenarbeit in Bibliotheken“ in ein erhellendes Licht. Insbesondere würdigt sie Bona Peisers Einsatz für hohe Ausbildungsstandards, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Einflussnahme auf Ausrichtung und Ziele der Bibliotheksarbeit. Das Buch, so die Verfasserin, will „einer geschlechtssensibleren Darstellung der Bibliotheksgeschichte endlich zum Durchbruch verhelfen.“ Mittlerweile tragen in Berlin eine Straße und eine Bibliothek den Namen der Pionierin.
gp
Beide Bücher sind im Bestand der Stadtbibliothek unter der Signatur Ark 9 (Peiser bzw. Preusker) zu finden.
Layout / Umschlag oben: Birgit Röhling.
Layout / Umschlag unten: Heidi Sorg & Christof Leistl
* 21. Januar 1941 † 22. April 2013
US-amerikanischer Folk-Sänger und Woodstock-Legende
“Richie Havens is a self-taught man. He’s a high school dropout
who took his curiosity to the public library
and his natural gifts to the streets of Greenwich Village.”
Robert Siegel (2006)
Lange kann es nicht mehr dauern und vor der Tür der Zentralbibliothek entfaltet sich die volle Kirschblütenpracht. Die ersten zarten Töne deuten an, dass die Explosion kurz bevor steht. Ein Bibliotheksbesuch beginnt dann mit einem rosafarbenen Teppich über dem Kopf und von den Logenplätzen auf den Etagen lässt sich der ganze verzauberte Josef-Haubrich-Hof überschauen.
Aber auch daheim kann die Kirschblüte gefeiert werden. Zum Beispiel mit einer Origami-Arbeit.
Hier die Instruktion und die weiteren Schritte im Video:
Und als süße Köstlichkeit kann man die Kirschblüte auch genießen. Hier ein Sakura Mochi Repzept.
Bild oben: ba
Bild unten: wikimedia commons, Masgatotkaca
Schimpanse Ayumu reicht ein Blick auf zufällig angeordnete Zahlen zwischen 1 und 9, um seine Merkfähigkeit unter Beweis zu stellen. Nacheinander kann er sie antippen. Auch wenn die Zahlen auf dem Bildschirm hinter einem weißen Feld verschwinden, merkt er sich die richtige Reihenfolge und klickt sie blitzschnell an.
Mit der gleichen Geschwindigkeit löst er auch andere Aufgaben, an denen Studenten scheitern. Dies fand der japanische Schimpansen-Forscher Tetsuro Matsuzawa heraus. Seit 30 Jahren erforscht er das Verhalten von Menschenaffen in seinem Labor an der Universität von Kyoto und in der westafrikanischen Wildnis. Ergebnis: die Affen sind viel klüger als bisher gedacht.
Zumindest was das Erfassen von Bildern betrifft. Geht es aber um die Deutung derselben, sind wir besser (manche zumindest). Im Memory jedenfalls hätten wir keine Chance gegen einen trainierten Schimpansen und sein unschlagbares Kurzzeitgedächtnis.
Das bezweifelst Du! Dann versuch doch mal bei diesem Test gegen Ayumu anzutreten!
gp
Die schönste Kirschblüte Japans, so eine verbreitete Meinung, findet sich in Kyoto. Wer sich also zur Kirschblütenzeit dort aufhält, dem wird oft ein Besuch in der alten Kaiserstadt empfohlen. Das Video zeigt nicht nur einige aktuelle Impressionen aus Kyoto, sondern macht auch etwas von der Ergriffenheit sichtbar, mit der die Japaner der Blütenpracht begegnen. Auch diese Bilder vom letzten Jahr zeugen von der Blütenverbundenheit der Einwohner und Besucher.
Der Kirschblüte in Kyoto hat der japanische Schriftsteller Yasunari Kawabata besonders gewürdigt. Der Nobelpreisträger von 1968 beschreibt in seinem Roman Kyoto oder Die jungen Liebenden in der alten Kaiserstadt (1962) die Bäume im Heian-Schrein: „Das prächtigste sind die Kirschbäume mit ihrem scharlachroten Blüten und den Zweigen, die tief herabhängen. Sie verleihen dem Garten des Schreines sein Gepräge. Was könnte besser als diese Kirschblüten den Frühling der alten Kaiserstadt versinnbildlichen?” Hier ein aktuelles Bild aus dem Garten.
gp
Das Buch bei uns unter der Signatur U Kawabata ausleihbar.
Andere Beiträge zur Kirschblüte und Kyoto.
Noch immer lässt sich die Kirschblüte vor unserer Haustür nicht blicken. Genug Sonnenlicht war ja da, aber wie sollen bei der Kälte Frühlingsgefühle in den Knospen aufkommen. Zum Trost heute ein Video mit Bildern vom letzten Jahr. Musikalisch unterlegt ist es vom populärsten japanischen Lied „Sakura, Sakura”, das gegen Ende der Edo-Periode (1603 – 1868) entstand. Das Kirschblüten-Lied kennt jedes japanische Kind, aber auch außerhalb des Landes ist es vielen ein Begriff. Giacomo Puccini hat es in seiner Oper „Madama Butterfly” verarbeitet. Und der renommierte Kammersänger Ernst Haefliger bekannte: „In der Tat sind mir die japanischen Lieder ein echtes Anliegen, zeichnen sie sich doch durch große Ausdrucksfülle und intensive Stimmungsfarben aus”.
Und hier der Text aus Wikipedia:
Sakura, sakura Sakura (Kirschblüte), sakura
sakura sakura Sakura, Sakura,
noyama mo sato mo in den Feldern und Hügeln und den Dörfern
miwatasu kagiri So weit das Auge reicht.
kasumi ka kumo ka Wie Nebel, wie Wolken.
asahi ni niou Duftend und glänzend in der aufgehenden Sonne,
sakura sakura Sakura, Sakura
hana zakari Die Blütezeit
sakura sakura Sakura, sakura,
yayoi no sora wa der Frühlingshimmel
miwatasu kagiri So weit das Auge reicht
kasumi ka kumo ka Wie Nebel, wie Wolken.
nioi zo izuru Der Duft und die Farben,
izaya izaya gehen wir, gehen wir
mi ni yukan Uns am Anblick erfreuen
gp
Bisherige Artikel zur Kirschblüte