Schlagwort-Archiv: street-art

Auf meinem Schreibtisch: Street Art Cookbook

21 Dez

Gestern fragte mich ein Kunde nach einem Titel zu den Techniken der Street-Art. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da zufällig kurz vorher mein Anschaffungswunsch für das Street Art Cookbook erfüllt wurde und ich somit das Buch direkt an ihn weitergeben konnte.

Es handelt sich hier nicht um eine bloße Wiedergabe der Arbeiten verschiedener Street-Artists sondern vielmehr um ein Füllhorn an Beschreibungen und Anleitungen für einzelne Techniken der Street-Art. Das wären dann Poster, Adbusting (das Verfremden von Werbung), Stencils (Schablonenspraykunst), Siebdruck, Sticker, Freehand-Techniken, Installationen, wie u.a. Gehwegplatten oder dem hier vor kurzem besprochenen yarn bombing und Guerilla-Gardening. Detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen folgen Beispiele “aus der Praxis”, also von der Straße.

Auf die Gefahr, dass Ihr euch den Titel danach sofort kaufen möchtet – so ging es nach der Buchdurchsicht dem gestrigen Kunden – gibt es hier schonmal einen kleinen Eindruck:

Zur Zeit (11:30 Uhr ;) ) steht es aber noch im Neuheitenregal der 2. Etage der Zentralbibliothek, wer also schnell ist…

(mks)

Strick-Graffiti in Köln

5 Dez

Ein Trend geht um, ein Trend geht um.. und macht auch vor Köln nicht Halt: Strick-Graffiti, auf Englisch “yarn bombing” genannt, was in etwa “Garn bomben” heißt. Die friedliche Variante von Spray-Graffiti – werden hier ja keine öffentlichen Bereiche permanent verändert sondern nur vorübergehend – wie lange es Wetter, das Ordnungsamt oder Passanten zulassen – gestaltet.

Besonders ambitionierte Projekte, wie komplett eingestrickte Baumstämme oder Autos, habe ich hier bisher noch nicht erblicken können. Bisher waren es meist ein paar Dezimeter Schlauchstrick um Laternen- und Ampelpfähle, wie beispielsweise kürzlich von meinem radelnden Kollegen (gp) entdeckte Pfahlumstrickungen rund um den Neusser Platz (s.u.) oder ein paar ähnliche Objekte im Kwartier Latäng.

Bilder: gp

Die Gruppe, die hinter diesen Strick-Graffiti steckt, weist sich, bzw. ihre Seite, gleich noch ganz wetterfest aus: Cologne-knitarts.de.tl

Sollte jemand von Euch noch etwas Aufregendes sichten, dann freuen wir uns über Hinweise oder noch besser: Fotos!

Und wer selber loslegen will und gerne für alles gleich mal eine Anleitung hat, dann gibt’s diese sogar auf dem deutschen Buchmarkt (und bei uns) schon in gedruckter Form:

mks

Wer erkennt dieses Berlin-Graffiti?

24 Okt

Wieder mal in Berlin...

Ok, bevor sich hier jemand beschwert: Ist es nun ein Graffiti, Street Art  oder ein Paste-Up? Oder gleich alles? Wenigstens hab ich durch die letzte Führung im Rahmen des City Leaks Festivals in Köln – ich berichtete hier – verstanden, dass es kein “tag” (englisch: [ˈtæɡ])  ist, hehe. Was ich aber viel interessanter fände: Wer hat’s gemacht? Im Blog http://grey-marl.com ist auch schon die Frage, allerdings bisher ungelöst, aufgekommen.

Dort finden sich im betreffenden Artikel übrigens noch ein paar Alltagsschätzchen, welche die Londoner Autorin bei einem morgendlichen Streifzug durch Berlin vor die touristische Linse bekommen hat. Mein klarer Favorit ist die – in einem Kommentar als metrosexueller Mannequin bezeichnete - Schaufensterauslage mit Schal. Wer dabei als möglicher Käufer angesprochen werden soll, bleibt für mich allerdings rätselhaft.

mks

Etwas Berlin-Luft in Köln

22 Sep


“Mit unserem Festival möchten wir öffentliche Wände nicht dem Kommerz und Werbung überlassen. Stattdessen versuchen wir sie für die Kunst ‘zu retten’
“, so Iren Tonoian, Veranstalterin von CityLeaks 01.

Das Festival

An wem es bis jetzt vorbeigegangen sein sollte, der sollte diese Woche noch das Festivalprogramm rund um das City Leaks-Festival in Köln nutzen. Im Rahmen dessen besprühen, bemalen und bekleben internationale Künstler der Street-Art-Szene Kölner Hauswände – und das ganz legal. Denn eigens dafür wurden von den Veranstaltern private Hauswände in Köln, zum größten Teil in Ehrenfeld, aquiriert. Nachdem den Besitzern der Häuser Portfolios der Künstler oder zum Teil eine kleine Grundskizze oder wenigstens eine Idee des zu zeichnenden Werks präsentiert wurden, durfte sich letzterer vollkommen frei, d.h. legal, ohne Zeit- und Themenvorgabe – was für die Szene nicht selbstverständlich ist – ans Werk machen. Allein schon das konnte große, internationale Namen nach Köln locken – eine Bezahlung gibt es für die Arbeit nämlich nicht. Ebenso der Eigentümer der jeweiligen Wand gibt diese ohne finanziellen Nutzen frei – hat dafür aber ein Meisterwerk an der heimischen Fassade. Denn: Welche Klischees beim Wort Graffiti manchen in den Sinn kommen mögen, ist mindestens in der modernen Street-Art nicht gegeben.

Die  Fotos sind diese Woche bei zwei exzellenten Führungen durch Ehrenfeld entstanden:

Sollte es die nächsten Tage regnen, gibt es innerhalb des Festivals auch genug unter schützenden Dächern zu sehen.

Was mit den Bildern nach Festivalende passiert, ist noch nicht durchgehend geklärt, denn: Jedem Hausbesitzer wurde der Verbleib des Bildes an der eigenen Hauswand freigestellt. Inzwischen haben sich auch Bürgerinitiativen für oder gegen gewisse Bilder gegründet. Es bleibt zu hoffen, dass hier nicht die Malerrolle ausgepackt wird.

Denn ein bisschen Berlinflair tut auch Köln gut.

mks

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.708 Followern an