Beebots® zu Gast in Polen

30 Sep

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Am Donnerstag, den 29.09, pünktlich zum Tag des Vorlesens in Polen und zur Feier der 25-jährigen Städtepartnerschaft von Köln und Kattowitz, fand unter der Leitung der Azubis der Stadtbibliothek eine deutsch-polnische Lesung in der Zentralbibliothek am Neumarkt statt. Parallel führte die Ausbildungsleiterin Alina Kolinski dieselbe Veranstaltung in der Stadtbibliothek in Kattowitz durch.

Ursprünglich als eine Bewerbung für den Richeza-Preis konzipiert, wurde daraus ein lehrjahrübergreifendes Projekt, dessen Vorbereitungen vor knapp einem Jahr schon begonnen haben.

Das Buch „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab“ von Sam McBratney und Anita Jeramin wurde sowohl in Deutsch als auch in Polnisch vorgelesen. Für die Lesung wurden Bee-Bots eingesetzt. Das sind manuell programmierbare Roboter, die auf einer illustrierten Matte bewegt werden. Um den Kindern die jeweils andere Partnerstadt näher zu bringen, haben beide Bibliotheken im Vorfeld lokaltypische Motive beigesteuert, die von den Auszubildenden der Stadtbibliothek Köln zu einer speziellen Matte für die Bee-Bots zusammengefasst wurden.teppiche

Die Veranstaltung wurde über Skype eingeleitet, indem sich beide Gruppen begrüßten und über die Bildschirme zuwinkten.skype

Kurz vor 16:30 Uhr füllten sich die Bibliotheken in Kattowitz und Köln mit Kindern, die sowohl mit Deutsch als auch Polnisch aufwachsen.  Es kamen über 20 Kinder, teils mit Eltern – teils allein, um an der Beebot-Lesung teilzunehmen. Die Kölner Kinder kamen in Begleitung der Lehrerin  Anna Herling, bei der sie einen polnischen Sprachkurs in Düren besuchen.

Bevor die Veranstaltung losging, wurden die Kinder in die Funktion der Beebots eingewiesen- und damit stieg die Anspannung deutlich!interaktiv

Es wurde in beiden Lesungen zuerst der deutsche Text und danach der polnische Text vorgetragen, sowie die Bedeutung der lokaltypischen Motive erklärt.

vorlesen

Dabei hörten die Kinder ganz gespannt zu und freuten sich darauf, die kleine Biene, die als Hase verkleidet wurde zu programmieren. Alle wartenden Kinder malten währenddessen Bilder mit lokal-und buchtypischen Motiven aus. Nach beiden Lesungen gab es Getränke und Leckerien- in Kattowitz Süßigkeiten aus Deutschland und in Köln aus Polen, wie zum Beispiel Krówki, Delicje und das Getränk Tymbark.

Damit die Kinder aus Kattowitz zukünftig über die Partnerschaftsstadt Köln informiert bleiben, wurde der Teppich sowie der programmierbare Roboter als Geschenk an die Stadtbibliothek Kattowitz übergeben – die Freude war riesig!

Frau Falat, Direktorin der Stadtbibliothek in Kattowitz, bedankte sich ganz herzlich und versprach, den Kindern in Kattowitz weiterhin von der Partnerschaftsstadt Köln, sowie von der Stadtbibliothek Köln zu berichten und den „Bienenroboter“ sicherlich noch für weitere Lesungen einzusetzen – Kaum ausgesprochen, wurde das Vorhaben auch schon in die Tat umgesetzt, denn bereits morgen wird der kleine Roboter auf der schlesischen Buchmesse zu Gast sein.

Frau Herling, die Leiterin der Gruppe aus Köln bedankte sich ebenfalls sehr herzlich für die gelungene Veranstaltung.

Die Kinder haben super mitgearbeitet und es hat uns und ihnen sehr großen Spaß gemacht.

 

 

 

 

(az)

Mini Maker Faire: Die Maker – Teil 1

30 Sep

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Am 5. November steigt unsere Mini Maker Faire. Wir sind sehr gespannt und freuen uns drauf!

In den kommenden Wochen werden wir euch in loser Reihenfolge zeigen, welche spannenden Projekte wir im Haus haben werden. Let’s ride the hype train!

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airman mit Laserharfe

Visuell phantastisch und musikalisches Neuland – airman aus Köln bringt seine selbst gebaute Laserharfe mit, die mit viel Nebel ein Instrument für Augen und Ohren gleichermaßen ist. airman war übrigens schon einmal bei uns zu Gast.

Spaß mit Microcontrollern & Raspberry Pi

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In verschiedenen kleinen bis mittelgroßen Projekten könnt ihr das Arbeiten mit Microcontrollern ausprobieren – von einfachen Lichtspielereien bishin zu selbstentwickelten Programmen. Ihr könnt löten!

Repair Café Porz

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Alte Freunde: Nachdem sie im Rahmen des Maker Day schon einmal bei uns waren, freuen wir uns sehr über einen erneuten Auftritt des Repair Café aus Porz. Bringt defekte Geräte mit, die ihr zusammen mit den fachkundigen Tüftlern reparieren könnt! Kostet nix.

Hacklace2

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Mit Hacklace2 könnt ihr die Programmierung von Wearables kennen lernen: Löte dein eigenes elektronisches Schmuckstück und steige ein in die faszinierende Welt der elektronischen Leuchtanzeigen und Pixelgrafiken. Das Hacklace kann eine ganz persönliche Message rüberbringen.

Herrn Filmkorn seine Welt

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Herr Filmkorn ist Fotograf und hat Kameras (Film wie Foto) aus den Jahren 1930 bis 2002 dabei. Auf der Mini Maker Faire zeigt er euch Meilensteine aus der Fotografiegeschichte – außerdem könnt ihr euch fotografieren lassen. Das Bild bekommt ihr dann als Dia-Positiv.

Das muss als Teaser reichen😉 – in der nächsten Woche stellen wir euch die nächsten fünf Maker vor.

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Unser Neuer: der kleine NAO

29 Sep img_7309_1500

Heute war es soweit: Wir haben einen großen Karton geöffnet und einen kleinen NAO in die Welt gehoben! Unser erster humanoider Roboter!

img_7314_1500In unserer EDV-Abteilung wurde er mit Strom und Internet versorgt und stand wenig später mit den Worten OGNAK GNOUK auf. Er schaute vom einen zum anderen, blinzelte und schien manchmal zu erröten. Nun schauen wir, was wir ihm so alles entlocken und beibringen können.

Am 7. Oktober kommt seine große Schwester zu Besuch. Schülerinnen und Schüler der Kölner Liebfrauenschule gewannen letztes Jahr mit ihrer NAO-Dame einen deutschlandweiten Programmierwettbewerb für NAO-Roboter und waren auch dieses Jahr wieder sehr erfolgreich. Am 7.10. um 16 Uhr treffen die beiden NAOs in der Zentralbibliothek aufeinander und ihr seid alle herzlich dazu eingeladen!

Am 28. November sind wir mit unserem NAO dann auf dem Tag der Medienkompetenz im Düsseldorfer Landtag zu Besuch. Bis dahin wird er sicher schon einiges dazugelernt haben!

()°.°)

 

 

Wenn das Smartphone beim Backen hilft

22 Sep

Es gibt nicht nur Kühlschränke, die einem die Einkaufsliste anzeigen, sondern auch smarte Rezeptbücher.

Ein simples Beispiel dafür ist die GU Kochen Plus-App für iOS und Android. Öffnet ihr die App, könnt ihr zuerst das Buch auswählen, welches ihr vor euch liegen habt. Anschließend scannt ihr das Bild zu dem Rezept aus dem Buch, welches ihr kochen möchtet.

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Dazu haltet ihr einfach das Smartphone mittig auf das jeweilige Bild und erhaltet sofort folgende Optionen:

  • Rezept speichern
  • Im Kalender eintragen
  • Rezept teilen
  • Lecker? Daumen hoch/ runter

Wählt ihr nun „Rezept speichern“ aus, wird es in der App unter „Meine Rezepte“ abgespeichert. Ebenso könnt ihr die Einkaufsliste für das Rezept erstellen und bearbeiten und sie per eMail an andere verschicken.

Diese Spielerei habe ich mit Kaffee-Kult – das Beste zu und mit unserem Lieblingsgetränk von Marianne Zimmer ausprobiert.

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In dem Buch werden diverse Zubereitungsarten und Kaffeevariationen vorgestellt, aber auch viele Ideen für Snacks zum Kaffee aufgezeigt. Besonders ansprechend fand ich den

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Dieser ist auch auf dem Buchcover zu sehen. Der Kuchen selbst beinhaltet auch Kaffee. Ebenso werden Doppelkekse für den Boden gebraucht und eine Vanilleschote für die Creme ausgekratzt. Falls ihr den Kuchen auch nachbacken wollt, beachtet, dass der Kuchen noch eine Nacht im Kühlschrank abkühlen muss und somit am Vortag gebacken werden sollte.

Weitere Rezepte wie z.B. die „Toffee Almond Brownies“ können dank der App einfach auf dem Smartphone abgespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen werden. Ebenso kann man die anderen Bücher des Verlags aufrufen und die spannendsten Rezeptbilder abscannen und abspeichern. Ein Zettelchaos weniger!

fh

Stadtteilbibliothek Sülz feierte doppeltes Jubiläum

19 Sep

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Bilder und Berichte aus den vergangenen 50 Jahren

Die Stadtteilbibliothek in Sülz feierte ein doppeltes Jubiläum: 90 Jahre im Viertel und 50 Jahre in der Wichterichstraße 1. Dieses Ereignis wurde an zwei Tagen gefeiert. Am Freitag, 16. September, 19 Uhr, lud die Stadtteilbibliothek Sülz zu einem Sektempfang ein. Auf dem Programm standen Bilder und Berichte aus den vergangenen 50 Jahren „Bibliothek im Veedel“.

Am Samstag, 17. September 2016, gab es Spiel-und Bastelaktionen für Kinder, eine große Geburtstagstorte und alles, was zu einer Geburtstagsfeier dazugehörte. Ab 11 Uhr „schoss“ der Fotograf Manor Lux gratis Familienfotos. Das Programm fand während der Öffnungszeiten von 10 bis 14 Uhr statt.

Seit ihrer Eröffnung am 18. März 1926 in Sülz blickt die Stadtteilbibliothek auf eine wechselvolle Geschichte mit einigen Umzügen und kriegsbedingten Zerstörungen zu-rück. Ihren jetzigen Standort hat sie seit 50 Jahren. Beim Einzug im Jahr 1966 mussten die Möbel noch einzeln über den Balkon ins Haus gebracht werden.

1966umzugbalkon

Heute ist die Bibliothek eine moderne Einrichtung mit rund 30.000 Medien, darunter viele E-Books und 5.000 aktiven Mitgliedern, davon über 50 Prozent Kinder und Jugendliche. Das engagierte Team unter der Leitung von Nicole James, die auf eine 20-jährige Berufserfahrung in der Public Library Indianapolis zurückblickt, hat den Anspruch einen Ort zu bieten, an dem man sich gerne aufhält und der immer etwas Neues bietet. Ehrenamtliche Unterstützung erfährt die Bibliothek vom Förderverein Lesezeichen e. V., der regelmäßig attraktive Veranstaltungen und Vorlesestunden ermöglicht.

Die Stadtteilbibliothek Sülz ist Teil der Stadtbibliothek Köln mit elf Stadtteilbibliotheken, der Zentralbibliothek, dem Bücherbus und den „Minibibs“ im Stadtgarten und im Wasserturm in Köln-Kalk.

 

O wie Ottobre

16 Sep cof

Jetzt war es recht lange still um unsere Overlock-Nähmaschine. Zeit, mal wieder was zu zeigen!

Der Overall „Passerine“ aus einer älteren Ausgabe der Zeitschrift Ottobre (3/2015) hatte es meiner Tochter angetan. Er hat keinerlei Verschlüsse (ich kann nämlich noch keine Reißverschlüsse, und Knopflöcher sind Glückssache) und wird nur aus Jersey und Bündchenstoff zusammengesetzt.

Ich selbst war noch nicht von meinen Nähkünsten überzeugt, dachte mir aber, dass es wenigstens für einen Lernprozess gut sein könnte. Die Anleitungen in der Ottobre sind für geübte Näher_innen ja ganz einfach, aber mir fehlt manchmal beim Lesen das Vorstellungsvermögen. Kennt ihr das? Hinterher ist es immer ganz selbstverständlich, aber zuerst muss ich dreimal lesen, bis ich weiß, was gemeint ist.

cof

Oberteil und Anleitung

Also habe ich mich Schritt für Schritt an das gute Teil gewagt. Zuerst wird das Oberteil zusammengesetzt und der Halsausschnitt mit Bündchenstoff versäubert. Hier bin ich zum ersten Mal grandios gescheitert, weil ich im heimischen Arbeitszimmer mit suboptimaler Beleuchtung übersehen habe, dass auch Bündchenstoff eine Vorder- und eine Rückseite hat. Ich habe beschlossen, es so zu lassen, habe dann aber beim Riegel am hinteren Halsausschnitt besser aufgepasst.

Vorder- und Hinterteil der Hose werden zu Beginn in Falten gelegt, so dass die Hose einen ganz lässigen Sitz hat. Das habe ich zu Hause an meiner ollen Maschine mit Zickzackstich genäht, was erstaunlich gut geklappt hat. Außerdem hat die Hose Taschen – mein erstes Mal! Zum Glück gibt es auf YouTube immer freundliche Helfer, die einem das gründlich vorführen. Uff! Taschen und Faltenlegen liefen also unproblematisch.

cof

Hose mit Falten und Taschen

Und dann kam der Teil, der für Ottobre ganz typisch ist: *Tusch* Framilon! Heiß umstritten in der Näher_innenwelt, soll dieses durchsichtige Gummiband dafür sorgen, dass Nähte elastisch bleiben, es soll beim Kräuseln helfen und bei T-Shirts die Schultern an ihrem Platz halten. Vielleicht geht das alles auch anders, aber ich nehme es. Jedenfalls die No-Name-Variante. Und ja, ich finde es ganz okay. Beim Overall hält es die Taille in Form – durchaus sinnvoll.

Die so vorbereiteten Teile habe ich dann mit zur Overlock genommen, habe die Hosenbeine zusammengenäht und das Oberteil mit der Hose verbunden. Zu Hause musste ich dann nur noch die Säume umnähen – das war schwieriger als gedacht, weil das Kind sofort drin steckte. Ein voller Erfolg!

sdr

Fertig!

(cd)

 

Kleiner Nachsatz: Da habe ich doch ganz vergessen zu erwähnen, dass wir die Ottobre natürlich als Zeitschrift im Bestand haben und dass sie auch ausleihbar ist. Ihr könnt also einzelne Hefte in aller Ruhe zu Hause durcharbeiten🙂

Comic-Rezension: Death Experience, Bd. 1

14 Sep © Splitter Verlag

Das Leben nach dem Tod – was passiert wenn wir sterben? Kann man dem Sensenmann ein Schnippchen schlagen? Fragen, die sich die Menschheit schon immer gestellt hat.

 

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© Splitter Verlag

In Death Experience kann und will die berühmte und einflussreiche Milliardärin Katlyn Fork nicht akzeptieren, dass ihr geliebter Sohn im Sterben liegt. Daher engagiert sie ein Team aus Menschen verschiedenster Fachrichtungen, darunter Soldaten, Geistliche,  Wissenschaftler und Ingenieure. Ihr und dem Team soll Unmögliches gelingen; mithilfe einer speziell konstriuerten Maschine – der Barke des Ra (passend zum mythologischen Totenkult der alten Ägypter) – soll eine Reise ins Jenseits angetreten werden. Mithilfe dieses Schiffes sollen sie den Sohn bis zur Schwelle des Todes begleiten. Und den Tod möglicherweise besiegen …

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© Splitter Verlag

Grenzwissenschaften, etwas Mystik aber auch Verschwörungstheorien, u.a. die Bezugnahme zum Philadelphia Experiment, finden im Comic ihren Platz – dabei driften diese Themen nie ins Lächerliche ab. Dazu trägt auch der gesamte Zeichenstil des Comics bei: Figuren und Objekte, wie z.B. technische  Geräte oder das Schiff sind detalliert gezeichnet, während die Kolorierung in den passenden Momenten düster und kalt wirkt.

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© Splitter Verlag

Besonders gelungen ist der Mix aus psychologischen, moralischen, religiösen und philosophischen Facetten. Kombiniert mit der spannenden Erzählweise hat man einen gelungenen ersten Band der „Death Experience“-Reihe, die hoffentlich in derselben Qualität so fortgesetzt wird.

 

Wenn euch das Thema Comics interessiert, hier noch ein Hinweis zu einer Veranstaltung mit Ralf König in der Zentralbibliothek: http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/veranstaltungskalender/ralf-koenig-elftausend-jungfrauen

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