„Der Angriff auf unsere Freiheit“

5 Mai

Harald Welzer zu Gast in der Zentralbibliothek

Mit seinem gerade erschienenen, brandaktuellen Buch „Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit“ trifft Harald Welzer den Nerv unserer Gesellschaft. Am Dienstag, 10. Mai 2016, um 20 Uhr spricht er in der Zentralbibliothek am Neumarkt mit dem Wissenschaftsjournalisten Gert Scobel über seine Untersuchungen.

(c) S. FISCHER Verlag

(c) S. FISCHER Verlag

Welzers Werk ist nichts weniger als eine neue Analyse der großen gesellschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland, eine umfassende Diagnose der Gegenwart. Unsere Gesellschaft verändert sich radikal, aber fast unsichtbar. Nach Welzers Thesen steuern wir auf einen Totalitarismus zu. Das Private verschwindet, die Macht des Geldes wächst ebenso wie die Ungleichheit, wir kaufen immer mehr und zerstören damit die Grundlage unseres Lebens.

Statt die Chance der Freiheit zu nutzen, die historisch hart und bitter erkämpft wurde, werden wir zu Konsum-Zombies, gesteuert durch eine machtbesessene Industrie, deren Lieblingswort „smart“ ist. Was heißt das für unsere Gesellschaft? Nach seinem Bestseller „Selbst denken“ analysiert Welzer in „Die smarte Diktatur“, wie die scheinbar unverbundenen Themen von Big Data über Digitalisierung, Personalisierung, Internet der Dinge und Drohnen bis Klimawandel zusammenhängen. Für den Autor ist es höchste Zeit für Gegenwehr, wenn man die Freiheit erhalten will.

Harald Welzer arbeitet als Direktor der Futurzwei-Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen. Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen.

Gert Scobel leitet und moderiert die 3SAT-Sendung „scobel“. Er wurde unter anderem mit dem Deutschen Fernseh- und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Scobel hat zahlreiche philosophische Bücher geschrieben.

Das Gespräch ist Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit“.
Der Eintritt kostet 8 Euro; ermäßigt 6 Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber.
Die Karten sind im Vorverkauf bei KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich.

#europawoche – Begegnungen im sprachraum

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Es ist Europawoche! Eine Woche lang feiert die Europäische Union ihre Existenz mit Workshops, Konferenzen, Lesungen und vielem mehr. Zu diesem Anlass haben wir am Montag zusammen mit unseren Freunden der Kaiserin-Augusta-Schule zwei Integrationsklassen der Grundschule Don Bosco in den sprachraum eingeladen.

Zur Vorbereitung stellte André Spang sich und seinen Gymnasiasten der KAS zunächst die Frage:

Was können wir für Kinder tun, die neu nach Deutschland kommen?

Ob Flüchtling oder nicht: Die Antwort der digitalkompetenten Schülerschaft sind liebevoll gestaltete Apps, Lernspiele und YouTube-Filme. Zum Sprachenlernen, vor allem aber zum Willkommenheißen. Vincent, 12 und Tae-Su, 11 – beide Schüler der KAS – verwandelten die Kulisse des sprachraums etwa in ein Filmstudio.

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Lucas, Tae-Su, Habibullah und Vincent sind Filmemacher.

Mit der App Toontastic drehten die beiden zusammen mit Lucas, 9, aus Brasilien und Habibullah, 9, aus Afghanistan einen Film über einen Gorilla, der sich mit einem Rollerblader anlegt – alles inklusive dramatischer Struktur und Versöhnung am Ende.

Es war sehr spannend zu beobachten, welche Effekte dieses Treffen auf die Kinder hatte. Die (etwas größeren) Gymnasiasten waren sichtlich begeistert davon, das von ihnen entworfenen Lern- und Willkommensmaterial in Action zu sehen. Die (etwas kleineren) Willkommensklassen ließen sich bereitwillig darauf ein und wurden von Minute zu Minute selbstbewusster. Erst zurückhaltend, flitzten sie kaum eine Stunde später durch den Raum, drehten Videos, machten Selfies oder steuerten Roboter.

Für die KAS-Schüler und für die Kinder aus Afghanistan, dem Irak, Brasilien, Ungarn und Syrien verging der belebte Vormittag wie im Fluge. Wir danken Mehmet Kutlu, Nilgün Kaya (Don Bosco), André Spang (KAS) und natürlich zuvorderst den Schülerinnen und Schülern. Es war toll mit Euch!

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Danke! 

 

 

P.S.: Unter diesem Link findet ihr die von den KAS-Schülerinnen und -Schülern entworfenen Apps, Spiele und Videos.

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„Dreamland Deutschland?“

29 Apr

„Dreamland Deutschland?“

Zwei Brüder aus Syrien erzählen in der Kölner Zentralbibliothek

Mit ihrem brandaktuellen Buch „Dreamland Deutschland? Das erste Jahr nach der Flucht“ ist Antonie Rietzschel am Dienstag, 3. Mai 2016, um 20 Uhr zu Gast in der Zentralbibliothek am Neumarkt. Zu der Veranstaltung bringt sie die syrischen Brüder Mohanad und Yousef mit. Die beiden haben es geschafft. Ein Jahr lang leben sie nun schon mitten in Deutschland. Antonie Rietzschel hat sie von Anfang an begleitet und dabei erlebt, was passiert, wenn Debatten um Willkommenskultur und Flüchtlingskrise auf das echte Leben treffen.
Aus der Biographie der beiden syrischen Brüder ist das Porträt des Einwanderungslands Deutschland im Jahr 2016 entstanden. Schon eine Ewigkeit her scheint die waghalsige Flucht mit dem Boot übers Meer. Dabei liegt erst ein Jahr zwischen Kriegstrauma und Disconächten in einer deutschen Kleinstadt. Wie wird man Teil der deutschen Gesellschaft? Wie lebt man weiter, wenn die eigene Familie im Kriegsgebiet um ihr Leben fürchtet? Yousef und Mohanad erzählen. Und sie sprechen dabei nicht nur für sich selbst. Denn was als Ausnahmezustand begann, wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern.
Antonie Rietzschel koordinierte die Berichterstattung über Flüchtlinge bei SZ.de. Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bilden die thematischen Schwerpunkte ihrer mehrfach ausgezeichneten journalistischen Arbeit. Die Brüder Yousef und Mohanad aus dem syrischen Latakia begaben sich im Herbst 2014 auf die dramatische Flucht Richtung Europa. Heute leben sie im nordrhein-westfälischen Oelde.
Das Gespräch ist Teil von „refugees Welcome“ der Stadtbibliothek und der Kaiserin-Augusta-Schule – ausgezeichnet im Wettbewerb Europawoche 2016 „Ankommen in Europa“ und gefördert vom Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei.
Der Eintritt ist frei!

 

Antonie Riezschel©Carl-Hanser-Verlag

(Foto: ©Carl-Hanser-Verlag)

 

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Kirschblütenprinzessin 2016: Strahlende Schönheit vor rosarotem Blütenmeer

22 Apr

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„Konnichi wa!“ Einen schönen guten Tag! So würde die Begrüßung lauten, wenn wir heute in Japan gewesen wären. Japan? Was hat das mit der Stadtbibliothek Köln zu tun? Ziemlich viel!
Denn es ist Kirschblütenzeit bei uns auf dem Josef-Haubrich-Hof vor der Zentralbibliothek und somit seit einigen Jahren unsere Tradition, eine Kirschblütenprinzessin zu küren! Johanna, die I. ist es geworden. Die 23-Jährige studiert Germanistik und kommt heute zum ersten Mal in die Zentralbibliothek. Gerne nimmt sie das an sie herangetragene Amt der Kirschblütenprinzessin an und lässt sich die Kirschblüten-Krone samt Blumenstrauß von der fachkundigen Jury überreichen. Johanna, die I. verbindet nicht nur die Kirschblüten mit Japan. Sie isst liebend gerne Sushi und Ramen (japanische Suppen). Oishii! Lecker!

Das Kirschblütenfest ist in Japan immer wieder aufs Neue einer der größten Höhepunkte des Jahres. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Feste anlässlich der Blüte. Nur die in der Stadtbibliothek Köln abgehaltene Zeremonie ist wohl die Spontanste von allen. Denn hier in Köln wird die Krönung genau dann vollzogen, wenn die Kirsche in voller Blüte steht.

Die wärmende Sonne, das rosarote Blütenmeer mit der strahlenden Schönheit davor ergeben den perfekten Krönungstag, oder wie seht ihr das?

Sayounara! Auf Wiedersehen!

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Bilder Copyright: Marcus Becker

Text: Farina

Kirschblütenprinzessinnen der letzten Jahre

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Nähen mit der Overlock

20 Apr Enlighten

Unser Makerspace-Maschinenpark in der Zentralbibliothek hat DIY-Zuwachs bekommen. Wir sind jetzt stolze Besitzer einer BabyLock enlighten – und ihr dürft damit nähen! 

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Aber was ist das denn überhaupt?

Eine Overlock-Nähmaschine ist eine Ergänzung zur normalen Nähmaschine, die gleichzeitig zuschneiden und versäumen kann. Sie kann auch elastische Stoffe problemlos verarbeiten. Die Firma BabyLock stellt schon seit 1964 Overlockmaschinen her, und das Modell „enlighten“ ist eine schöne Mischung aus Können und Komfort. Sie kann bis zu vierfädig nähen, also gleichzeitig versäubern und zusammennähen, hat ein sehr komfortables Einfädelsystem, das mit Druckluft arbeitet, sowie eine automatische Fadenspannungseinstellung. Dadurch eignet sie sich perfekt für Einsteiger, aber auch Könner wissen sie zu schätzen.

 

Vorführtermine

Wie dieser Ferrari unter den Overlock-Maschinen funktioniert, zeigen wir euch einmal monatlich vor Ort bei den Vorführterminen im Rahmen des Makerspace-Programms. Fachkundige Unterstützung bekommen wir hierbei von der Maßschneiderin Alexandra Snell. Drei- und vierfädige Overlocknähte, Rollsaum, Wellensaum, die Verarbeitung von sehr dünnen oder dehnbaren Stoffen – all das konnten sich die Besucher schon zweimal ansehen und auch selbst ausprobieren. Anhand kleiner Probeläppchen konnten wir Techniken zeigen, die nicht auf die Schnelle vorführbar sind. Die nächsten Termine finden am Dienstag, den 18.05., und am Mittwoch, den 14.06., jeweils von 16-17 Uhr statt.

Probeläppchen

 

Praxis

Auch außerhalb der Vorführtermine könnt ihr unsere enlighten jetzt schon nutzen. Eine Anmeldeliste an der Auskunft der 4. Etage garantiert euch, dass ihr euren Wunschtermin zum Nähen auch tatsächlich wahrnehmen könnt. Ihr bringt euer Projekt mit und meldet euch an der Auskunft. Dort bekommt ihr die Bedienungsanleitung, eine Kurzübersicht sowie Zubehör zur Maschine. Nähgarn (Zierfäden und Greifergarn) bringt ihr bitte selbst mit, wobei wir ein kleines Sortiment an Greiferfäden auch vorrätig haben. Im Vorraum zum Makerspace findet ihr die Maschine. Ihr habt dort einen großen Arbeitsplatz mit viel Licht zu eurer Verfügung. Um kleinere Sachen nachzuschlagen, findet ihr Literatur zum Overlock-Nähen im Handapparat beim Makerspace, und für zu Hause findet ihr auf der 1. Etage in der Sachgruppe X jede Menge Bücher mit kreativen Ideen und Schnittmustern und aktuelle Zeitschriften wie Burda oder Ottobre. Wir sind gespannt auf eure Projekte!

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(cd)

Turm-Geschichten Teil 2 – Lesung in 3 Sprachen

19 Apr
Wasserturm © Manos Meisen

Wasserturm © Manos Meisen

Nach einem stark beachteten Auftakt im März mit Texten auf Türkisch und Deutsch folgt am Donnerstag, 21. April 2016, um 18 Uhr der zweite Teil der „Turm-Geschichten“ in der minibib im Wasserturm hinter den KÖLN-ARKADEN, Kalker Hauptstraße 55. Diesmal lesen die bulgarische Autorin Rumjana Zacharieva und der aus der Ukraine stammende Literaturwissenschaftler Viktor Kravets. Der Förderverein Stadtbibliothek Köln unterstützt die Turm-Geschichten.

Zacharieva lebt seit Jahrzehnten in Deutschland und hat mit ihren Romanen, Kurzgeschichten, Gedichten, Theaterstücken, Satiren und Hörspielen große Bekanntheit erlangt. Sie stellt bei der Lesung ältere und aktuelle Texte auf Deutsch und Bulgarisch unter anderem über das Verhältnis der Bulgaren zu ihren türkischen Mitbürgern und deren Kultur vor. Der Slawist Kravets spricht anhand ausgewählter Beispiele über den „Turm“ als Symbol in der russischen und ukrainischen Literatur und seine Erfahrungen als Leiter eines Erzählcafés für russischsprachige Senioren in der Kölner Synagogengemeinde. Es moderiert die Kölner Slawistin und Literaturwissenschaftlerin Dr. Jessica Kravets. Die aus der Ukraine stammenden Brüder Paul und Aleksej Galaburda (Klarinette und Gitarre) umrahmen die Lesung mit Klezmer-Musik und osteuropäischer Folklore.

Unter dem Titel „Turm-Geschichten“ veranstalten der Kölner Autorenverband AURA09 und die Stadtbibliothek Köln in der minibib im Wasserturm mehrsprachige Lesungen, in denen es um die Themen „Turm“ und „Wasser“ geht, aber auch um das Zusammenleben der Kulturen mit allen Chancen und Problemen. In Kalk leben Menschen aus vielen Nationen. Sie kommen aus Deutschland, der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Russland, Italien, Polen, Bulgarien, der Ukraine, Indien und Schwarzafrika. Mit ihren verschiedenen Sprachen, Sitten und Kulturen prägen und beleben sie das Stadtbild.

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6 Mädchen, 2 Azubis, 12 Taschen und 12 T-Shirts

6 Apr

Wie jedes Jahr in den Osterferien, gab es auch dieses Jahr den Bocklemünder Mädchentag. An diesem Tag bieten verschiedene Einrichtungen Workshops für  Mädchen im Alter zwischen 8 und 12 Jahren an.

Natürlich waren auch wieder wir Azubis aus der Stadtteilbibliothek Bocklemünd dabei. Neben Wellness- und Kochworkshops gab es bei uns etwas Kreatives: Taschen und T-Shirts zur Selbstgestaltung.

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Zwei Stunden hatten unsere Mädchen Zeit  ihre eigenen Designs zu entwerfen. Von Muster über Tiere bis hin zu lustigen Essenmotiven gab es eine bunte Bandbreite an Entwürfen.20160323_111136

Bei der Präsentation der Ergebnisse gab es einen riesigen Applaus für unsere Gruppe und auch wir finden, dass sich die Kreationen sehen lassen können.

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Als gemeinsame Pause gab es ein leckeres Mittagessen (Traditionelle Nudeln mit Tomatensoße :)). Zusammen Zeit verbracht wurde mit gemeinsamen Spielen und eine Quiz á la „1,2 oder 3“. Dort konnten die Mädels zeigen was sie über Fitness und Gesundheit wussten. Wer dann immer noch Energie hatte ließ sie zum Abschluss in der Disco raus.

Alles in allem war der Mädchentag ein ereignisreicher Tag für die Mädchen und auch für uns Azubis.

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